Frauenfrühstück Berlin-Köpenick
Am 27.02.2011 waren alle Frauen, ihre Bekannten und Freundinnen der Region Berlin und Bandenburg zum Frauenbegegnungstag unter dem Thema „Wenn Frauen beten" eingeladen. Nach der Begrüßung durch die Koordinatorin für Frauenarbeit Andrea Bartel sangen wir uns mit einem Loblied warm. Danach sprach Silke Donat (Frauenbeauftragte der BMV) ein kurzes Andachtswort und Dankgebet.
Und dann konnten wir das überaus reichhaltige, köstliche und sehr vielseitige Frühstück so richtig genießen. Angefangen von Käse- und Wurstplatten, über Obst-Käse-Spieße, dreierlei Pizzaschnecken, gefüllte Räucherlachsröllchen, frische Gemüseteller, verschiedenste Salate, Passra, rote Grütze, selbstgemachte Marmeladen, selbstgebackenes Brot bis zu Tomate-Mozzarella-Häppchen und so einigem mehr, blieb wirklich kein Wunsch offen. Das Buffet war nicht nur ein Augenschmaus, der Koch des Grand-Hotels hätte es nicht besser machen können.
Nachdem wir uns an den Köstlichkeiten bedient hatten und während des Schlemmens auch Möglichkeit für das eine oder andere Gespräch hatten, wurden wir von einem gemeinsamen Loblied und einem Musikstück des Predigers und einer Flötistin zum Thema abgeholt.
Nancy Duske (Frauenbeauftragte in der Hansa-Vereinigung) sprach nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person über die Möglichkeit des Gebets als Geschenk von Gott. Wenn wir in der Fürbitte für andere aktiv werden, wird Gebet für andere zum Segen und zur Hilfe. Manchmal hat man das Gefühl, dass Gebete nicht erhört werden oder zumindest nicht so schnell, wie man sich dies wünschen würde. Aber Gott ist immer bereit, Antwort zu geben: entweder ja, oder auch nein. Nur wollen wir nicht immer ein Nein akzeptieren. Gott holt uns da ab, wo unsere Bedürfnisse sind.
Über Fürbitte eindrucksvoll reden kann eigentlich nur der, der sie selber erfahren hat. Nancy berichtete über ein Projekt in Argentinien, wo einfache Frauen ohne Gemeindeämter sich in ihrer lokalen Gemeinde zu einem Fürbittekreis zusammengefunden hatten. Das Ergebnis war phänomenal: aus der spärlichen Besucherzahl wurden erheblich mehr. Die Nachbarschaft der Gemeinde nahm Notiz von ihr und es gab große Veränderungen in dieser Gemeinde. Durch den Erfolg steigerte sich auch das Selbstwertgefühl dieser Frauen, Arbeitssuchende konnten anders auftreten und erhielten Jobs. Der Leitung anderer Gemeinden viel diese positive Entwicklung auf und sie baten darum, auch in ihren Gemeinden solche Frauengebetskreise zu gründen. Über 1. Petrus 2,5 zeigte Nancy uns unseren Auftrag als Gottes Priesterinnen, als Töchter des Königs. So wie Jesus unser Fürsprecher ist, haben wir hier die gleiche Aufgabe für unsere Mitmenschen.
Was erreichen wir nun als einzelne mit unserem Gebet? Dazu zeigte uns Nancy einen Kurzfilm, der schnell erzählt ist: Ein Eichhörnchen saß im Winter auf dem Ast einer Fichte ganz dicht am Baumstamm und zählte vor Langeweile die Schneeflocken. Eine Tannenmeise kam dazu. Das Eichhörnchen fragte: „Wie viel wiegt wohl eine einzige Schneeflocke?" Die Tannenmeise schaute den langsam schwebenden Schneeflocken zu und antwortete: „Ich denke, eigentlich fast nichts." Das Eichhörnchen zählte weiter alle Schneeflocken, die auf die Zweige und Nadeln dieses Astes fielen und landete bei 3 741 942 - und als die 3 741 943. Schneeflocke fiel - nicht viel mehr als ein Nichts -, brach der Ast ab. Die Schneelast war ihm zu schwer geworden. Das Eichhörnchen dachte nach: „Vielleicht fehlt nur die Stimme eines einzelnen Menschen zum Frieden in der Welt. Jeder einzelne Mensch und seine Stimme sind wichtig, damit am Ende Frieden wird."
So wie die Schneeflocke, leise und stetig, soll unser Gebet sein. Welch eine geballte Kraft kann daraus entstehen und für Veränderungen in unserem und dem Leben anderer sorgen. Dadurch kann die Fürbitte ein Kanal des Segens für unsere Mitmenschen, Freunde und nicht zuletzt für unsere Gemeinden sein. Nach einer Aktion über Erfahrungen mit Gebet, eigene Ideen und dem Weitergeben persönlicher Gebetsanliegen kamen wir zum Ende dieses spannenden Vormittags. Ein Meditationsgebet begleitet uns nun auf dem Weg des Ausprobierens und Erfahrungen Sammelns.
Danke Gott für das Geschenk des Gebets!
Das Programm des Frauenfrüstücks in Berlin-Köpenick
Andrea Bartel
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