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Frauenbegegnungswochenende Waldpark

Frauenbegegnungswochenende vom 24.-26.April 2009

„Martha, Martha.... nun komm doch endlich! Ja, gleich, ich hab nur noch schnell das Auto beladen und noch vorgekocht für morgen und..... .Maria, hättest du mir mitgeholfen, so wären wir schon längst unterwegs!

Kommt euch das bekannt vor? So sind an diesem Wochenende viele Martha’s in den Waldpark gereist, aber auch Maria’s waren dabei. Und wir alle sind gekommen, um uns unter Gottes Wort zu stellen, den Waldpark mit seinen vielen Vorzügen zu genießen und um uns wieder zu sehen , einfach um Aufzutanken.

Ein interessantes und aktuelles Thema: Mit Marias Herz in Marthas Welt, was uns da durch unsere Referenten Angelika Missfeld dargebracht wurde. Diese biblische Begebenheit von damals lud uns ein, einmal gründlicher nachzudenken, sich zu positionieren und fast jeder schlüpfte in die Martha Rolle. Aber sagte nicht Jesus, dass Maria das bessere Teil erwählt hat? Ja, wie ist das mit den Diensten daheim und auch in der Gemeinde? Martha putzt und Maria singt...... In jedem von uns sollte beides stecken, so dass es Allen leichter wird. Um deutlich zu machen, wie sehr wir uns selbst oft in die Martha Rolle begeben, erzählte uns Angelika eine Geschichte:

Gott legt einem Mann Steine in seinen Handwagen und bittet ihn, diesen auf den Gipfel zu ziehen. Das gelingt ihm ganz gut, denn sie sind nicht allzu schwer. Unterwegs trifft er auf unterschiedliche Menschen, die ihm ihre Steine anvertrauen und mit in den Wagen legen. Am Ende seiner Kräfte kommt ihm Gott entgegen. Der Mann klagt, es ist ihm viel zu schwer und Gott sagt ihm: „Ich habe dir nicht aufgetragen, dass du die anderen Steine einladen sollst, sondern nur deine Eigenen!“

Gefällt dir diese Geschichte? Wir dachten gründlich darüber nach und es bildeten sich automatisch die Martha- und Maria-Gruppen aus. Einige sagten nein; die waren enttäuscht, dass Gott den Handwagen nicht mit gezogen hat. Die Anderen sagten ja, weil sie nun ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen ihren Handwagen “reinigen“ durften.

Eine Gruppe Frauen steht auf einer Brücke und wirft Steine in das Wasser

Angelika ging mit uns sogar noch etwas weiter. Sie forderte uns auf, alle Aufgaben und Probleme, die wir haben, nach Priorität aufzustellen und alles, was an vierter Stelle steht einfach symbolisch mit einem Stein in dem Waldparkfluß zu versenken. Zugegeben, so einfach wird es in der Realität nicht sein und schon gar nicht, wenn die Gemeinde den Platz vier belegt.


Aber sollten wir nicht wenigstens darüber nachdenken und alles sinnvoller ordnen? Lassen wir es doch einfach zu, auch (manchmal) Maria zu sein.
Martha hat übrigens dazugelernt, aber Maria auch. Als ihr Bruder Lazarus starb und Jesus 4 Tage später am Trauerhaus eintraf, rannte sie ihm entgegen ungeachtet der vielen Trauergäste die bewirtet werden mussten. Sie wusste, dass Jesus die einzige Rettung war und ihr Glaube war so groß, denn sie sagte zu ihm: „Aber auch jetzt weiß ich, dass Gott dir alles geben wird, worum du ihn bittest“ Joh 11,20...... „Und Maria blieb zu hause“. Joh 11,20 Sie bewirtete die Gäste.

Bitten wir darum, dass wir erkennen, wann die Martha- und Maria-Seite in unserem Leben gefragt ist, denn eigentlich vereinen wir beide in uns. Ein Blick in unsere inneren Handflächen zeigt uns jeweils ein „Hautfalten - M“. Kannst du es auch erkennen?

Gruppenbild der Teilnehmerinnen Wenn du auf das Bild klickst, kannst du es vergrößern.

Angela Völker
Gemeinde Ehrenfriedersdorf